Die Stadt - Religion

Das Gebiet der heutigen Stadt Saarbrücken gehörte im Mittelalter teils zum Bistum Metz in Lothringen, teils zum Erzbistum Trier. Die Grenze verlief zwischen Saarbrücken und St. Johann einerseits sowie Malstatt und Burbach andererseits. Im Jahre 1575 führte Graf Philipp III. von Nassau-Saarbrücken die Reformation nach lutherischem Bekenntnis ein. Daher war das heutige Stadtgebiet über viele Jahrhunderte vorwiegend evangelisch. Ab dem 17. Jahrhundert gab es neben den lutherischen Gemeinden auch eine reformierte Pfarrei. Nach dem Übergang an Preußen im Jahre 1815 wurde Saarbrücken Teil der späteren Rheinprovinz. Die lutherischen Gemeinden und die reformierte Gemeinde in Saarbrücken hatten schon 1802 ein Vereinigungsgesuch an die französische Verwaltung gestellt, das aber von dieser aus politischen Gründen abgelehnt worden war. Einen zweiten Versuch unternahmen die Gemeinden 1817, und zwar Monate vor dem offiziellen Unionsdekret aus Berlin. Die evangelischen Kirchengemeinden gehören seither  - sofern sie nicht Glieder einer Freikirche sind - zur Evangelischen Kirche im Rheinland (mit Ausnahme des Stadtteils Ensheim, der zur Evangelischen Kirche der Pfalz gehört). Innerhalb dieser gehören sie zu den Kirchenkreisen Saarbrücken, Ottweiler und Völklingen.

Seit 1857 besteht in Saarbrücken auch eine Gemeinde der sog. alt-lutherischen Kirche, die Evangelisch-Lutherische (altlutherische) Immanuelskirchengemeinde. Diese Kirchengemeinde gehört heute zum Kirchenbezirk Süddeutschland der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK).

Nach den Reunionskriegen Ludwigs XIV. wurde auch wieder eine katholische Gemeinde in Saarbrücken zugelassen: Der erste katholische Gottesdienst im heutigen Stadtgebiet Saarbrückens seit der Reformation wurde 1680 in einer Notkirche in St. Johann abgehalten. Dann wurde mit französischen Zuschüssen die Basilika St. Johann als katholische Stadtkirche erbaut. Die erste katholische Pfarrei wurde aber rechtskräftig erst 1803 in St. Johann errichtet. Hier stand auch die Kirche, zu der alle Katholiken des heutigen Stadtgebiets gehörten. In Saarbrücken entstand erst im Jahre 1885 eine weitere katholische Kirche. Heute gehören die römisch-katholischen Bewohner der Stadt zum Dekanat Saarbrücken des Bistums Trier (bis auf die Ortsteile Eschringen und Ensheim, die zum Bistum Speyer gehören) und stellten mit einem Anteil von 38,2 % (2004) der Gesamtbevölkerung die größte Konfession dar. 2006 fand der Deutsche Katholikentag in Saarbrücken statt. Außerdem unterhält die Priesterbruderschaft St. Pius X. in Saarbrücken eine Niederlassung und eine Schule.

Darüber hinaus ist eine Alt-Katholische Pfarrgemeinde in Saarbrücken ansässig, die sich die ehemalige reformierte Friedenskirche am Ludwigsplatz mit mehreren orthodoxen Gemeinden teilt.


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Info

Wappen
  • Bundesland: Saarland
  • Landkreis: Regionalverband Saarbrücken
  • Stadtgliederung: 4 Stadtbezirke mit 20 Stadtteilen
  • Höhe: 230 m ü. NN
  • Fläche: 167,07 km²
  • Breitengrad: 49° 14′ N
  • Längengrad: 7° 0′ O
  • Postleitzahlen: 66001–66133
  • Kfz-Kennzeichen: SB
  • Vorwahl: 0681, 06893, 06897, 06898, 06805
  • Einwohner: ca. 176 452
  • Bevölkerungsdichte: 1056 Einwohner je km²
  • Gemeindeschlüssel: 10 0 41 100
  • Adresse der Stadtverwaltung: Rathaus St. Johann
    66111 Saarbrücken
  • Website: www.saarbruecken.de

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